Produktion der Plaisiranstalt!

Robinson | Plaisiranstalt

© Fotocredit: Anna Stöcher

Robinson -
Meine Insel gehört mir

„Furcht vor Gefahr ist zehntausendmal beängstigender als die Gefahr selbst.“

Daniel Defoe

Robinson lebt auf seiner einsamen Insel. Und ist zufrieden. Er hat, was er braucht, und vielleicht sogar ein bisschen mehr.

Es ist lange her, dass sich die Menschen in Europa so sehr auf ihre einsamen Inseln zurückgezogen haben wie in den letzten Monaten. Wie Robinson haben sie Angst davor, dass jemand kommt und den hart erarbeiteten Reichtum wegnimmt. Oder auch nur ein wenig davon profitiert. Oder andere Gedanken denkt, andere Lebensweisen lebt, anders ist. Robinson hält täglich am Strand Wache. Soll er nicht einfach einen Zaun um seine Insel ziehen, um jede mögliche Gefahr von sich fern zu halten? Und damit jede Möglichkeit, sich mit anderen Menschen auszutauschen, von ihnen und mit ihnen zu lernen und zu wachsen?

Wird Robinson Freitag auf seiner Flucht retten, ihn auf seine Insel lassen und ihm Hilfe und Asyl gewähren?

Oder siegt seine Angst?

„Robinson – Meine Insel gehört mir“, ein Stück über das Bedürfnis, Erreichtes zu bewahren, und die Angst vor dem großen unbekannten Fremden, der einem irgendetwas wegnehmen könnte.

Robinson ist eine wundervoll kluge gesellschaftskritische Parabel über Angstdenken in bezug auf das Fremde. Die betont lockere Sprache erinnert an den Plauderton einer Stand-Up-Comedy und vermeidet alles Moralisierende. Stattdessen wird hier mit Intelligenz und Humor auf sehr unterhaltsame Weise zu einem der brennendsten Problemen unserer Zeit Stellung bezogen.

aus der Begründung der Jury zur Verleihung des Niederländisch-deutschen Kinder- und Jugenddramatikerpreises 2017 an Raoul Biltgen.

ab 8 und für alle
Dauer: 60 Minuten
Schauspiel

eine Koproduktion mit dem Odeïon Kulturforum Salzburg

mit: Klaus Huhle und Sven Kaschte
Regie: Paola Aguilera
Autor: Raoul Biltgen
Produktionsleitung: Barbara Schubert
Regieassistenz: Fidelis Hochstätter
Hospitanz: Julia Falbesoner 

Aufführungsrechte: Thomas Sessler Verlag Wien

Vorstellungen

  • Dienstag, 17. April 2018, 9:00 und 11:00, Steudltenn, Tirol

Info und Karten für alle Vorstellungen am Steudltenn: www.steudltenn.com

  • Dienstag, 19. Juni 2018, 10:30, Dschungel Wien
  • Mittwoch, 20. Juni 2018, 10:30, Dschungel Wien
  • Donnerstag, 21. Juni 2018, 10:30, Dschungel Wien
  • Freitag, 22. Juni 2018, 10:30, Dschungel Wien

Info und Karten für alle Vorstellungen am Dschungel: www.dschungelwien.at

 

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Fotos

Robinson | Plaisiranstalt

© Fotocredit: Barbara Pálffy

Robinson | Plaisiranstalt

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Robinson | Plaisiranstalt

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Robinson | Plaisiranstalt

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Robinson | Plaisiranstalt

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Robinson | Plaisiranstalt

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© Fotocredit: Barbara Pálffy

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© Fotocredit: Barbara Pálffy

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Robinson | Plaisiranstalt

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Presse

Greta Kogler: Kulturwoche, 24.6.2018

Du bist nicht der Nabel der Welt

Genial und simpel wird im Theaterstück „Robinson – Meine Insel gehört mir“ der von irrationalen Ängsten befallene Egozentrismus des Menschen einem jungen Publikum nahegebracht.

Robinson ist ein Gestrandeter auf einer einsamen Insel. Zufriedenheit hat er erreicht, weil er eigentlich alles hat, was er braucht. Somit wäre er dem Großteil der Menschheit schon einen Schritt voraus, aber das Urmenschlichste ist dennoch sein größtes Laster und treibt ihn in den Wahnsinn. Die Angst. Und zwar die Angst vor dem Unbekannten. Alles, was er erreicht hat, was ihm gehört, was ihm zusteht, das könnte ein Unbekannter wegnehmen, und wenn er kommt wird er das auch! Ja, weil das wahrscheinlich schon in den 10 Geboten stand: Nehme Deines Nächsten Hab und Gut, so nehme es alles an Dich! Und schon ist die Analogie zu unserem momentanen katastrophalen Zeitgeschehen offengelegt.

Meins, meins, meins!

Genial und simpel wird in „Robinson – Meine Insel gehört mir“ der von irrationalen Ängsten befallene Egozentrismus des Menschen einem jungen Publikum nahegebracht. Die nahbare, von Jugendslang durchzogene Sprache sorgt mit viel Wortwitz nicht nur für tatsächliche Komik, die stets den Bezug zurzeit mit ausdrückt, sondern drückt dem Publikum auch nochmal mit Schmackes den tatsächlichen Wahnsinn des Ich-ismus rein: Meins, meins, meins! Ständig muss der Schiffbrüchige Robinson sich sein Hab und Gut abermals aufzählen, als würde jedes einzelne Stück Besitz ein Stück seines Selbst darstellen. Wehe ein Fremder nimmt davon, jeder würde ihm ja etwas nehmen. Die ganze Welt dreht sich ja um ihn!

Er wollte noch nie was von dir

Das so erleuchtende und erfrischende an einer definitiv satirischen Auseinandersetzung unserer Asylpolitik, ist der simplifizierte Grundgedanke, der so vielen nicht einleuchtet: nur weil jemand neu dazukommt, nimmt er dir nicht alles weg. Du bist nicht der Nabel der Welt. Es interessiert sich tatsächlich nicht jeder nur für dich. Herrgott, es geht nicht immer nur um dich! Und dann kommt eben der Fremde, gestrandet auf seiner Insel, und will nichts von ihm. Der ist nur froh, dass er nicht alleine ist. Wahnsinn.

Ein bedeutungsschwangeres Abenteuer

Die Simplifizierung der wohl größten Probleme des Menschen führte durch ein bedeutungsschwangeres aber minimalistisch inszeniertes Abenteuer, dem Genialität zuzusprechen ist. Eine Reise durch einen Mikrokosmos eines Egomenschen, der, zu seinem Glück, zum glücklichen Miteinander gezwungen wurde. Weil ein Mensch, der sich selbst am nächsten steht, steht halt sonst als Trottel da. //

Kulturwoche


Heinz Wagner, Kurier, 29.05.2016

Meins, aaaalleeeees gehört mir!

„Robinson – Meine Insel gehört mir“: Wenn sich einer allein auf einer Insel nicht über andere freut, sondern Angst davor hat – und Zäune baut.

Eine ganz andere Geschichte von Robinson auf der einsamen Insel. Die, dass er gar nicht gerettet werden will, sondern sich darüber freut, unumschränkter Herrscher und Besitzer des Eilandes zu sein. Doch halt, seine Freude wird getrübt. Stark sogar: Von der Angst, dass da andere kommen und ihm sein Eigentum streitig machen könnten. Also, … aber halt, der Reihe nach. […]

Genial, so auf den Punkt gebracht und trotzdem nie verkopft, „lehrreich“, aber nicht oberlehrerhaft […] Das Ende sei bewusst nicht verraten, ein bisschen Überraschung und Hoffnung soll doch noch bleiben…

 

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