Produktion der Plaisiranstalt!

VLAD | Plaisiranstalt | © Fotocredit: Barbara Pálffy

© Foto: Barbara Pálffy

VLAD

Eine Posse mit Gesang und Vampir
von Raoul Biltgen
mit Musik und Liedtexten von Alexander Kaschte (Samsas Traum)

Eine Koproduktion der Plaisiranstalt mit dem TAG – Theater an der Gumpendorfer Straße, Wien

„Die Hölle, das sind die anderen.“

Jean-Paul Sarte

„Auch die Hölle ist käuflich.“

Bram Stoker

„Der Vampir sind wir.“

Rainer Maria Köppl

Das Dorf Veilingen ist am Ende. Viele ziehen weg, die Häuser stehen leer, nur wenige harren aus. Der Zusammenhalt im Dorf ist schon lange nicht mehr der, der er einmal war. Der letzte Bauer im Dorf will das alles nicht zulassen und sucht nach einer Lösung.

Plötzlich gehen seltsame Dinge im Dorf vor. Die Ereignisse werden von Tag zu Tag schlimmer, die Spekulationen immer wilder. Einer hat es gesehen, in der Nacht ging es um, das Monster, der Vampir. Natürlich glauben die Dorfbewohner nicht an so etwas, doch der nächtliche Horror hört nicht auf. Panik macht sich breit.

Was wird passieren? Besinnen sich die Dorfbewohner auf ihr Gemeinschaftsgefühl? Machen sie etwas aus ihrer misslichen Lage? Wer hat die Hasen gekillt? Ist Elvis wirklich tot? Ist VLAD die Antwort auf alle Fragen?

Nach „Phalli“ und „Die Geschichte der Menschheit in 90 Minuten“ ist „VLAD“ bereits die dritte Zusammenarbeit der Plaisiranstalt mit dem TAG.

Premiere: Sa, 14. April 2012, 20 Uhr am TAG – Theater an der Gumpendorfer Straße, Wien

Mit: Raoul Biltgen, Erika Deutinger, Maya Henselek, Christian Himmelbauer, Giuseppe Rizzo und Georg Schubert
Inszenierung: Sven Kaschte
Stücktext: Raoul Biltgen
Musik und Liedtexte: Alexander Kaschte (Samsas Traum)
Visuals: Guido Mentol
Ausstattung: Silke Fischer
Dramaturgie: Eva-Maria Schachenhofer
Produktionsleitung / Assistenz: Barbara Schubert
Dramaturgie Mitarbeit: Tina Clausen
Kampfchoreographie: WSA – Wrestling School Austria
Regiehospitanz: Anita Buchart
Licht: Hans Egger

Sponsored by Orion und Brunnenwelt

Aufführungsrechte: Thomas Sessler Verlag Wien

 

 

 

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Fotos

G. Schubert, E. Deutinger, R. Biltgen, M. Henselek, C. Himmelbauer, G. Rizzo, VLAD | Plaisiranstalt | © Foto: Barbara Pálffy

G. Schubert, E. Deutinger, R. Biltgen, M. Henselek, C. Himmelbauer, G. Rizzo © Foto: Barbara Pálffy

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R. Biltgen, M. Henselek, C. Himmelbauer, G. Schubert, G. Rizzo, E. Deutinger | © Foto: Barbara Pálffy

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M. Henselek, C. Himmelbauer, G. Rizzo | © Foto: Barbara Pálffy

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C. Himmelbauer, E. Deutinger, G. Rizzo, M. Henselek, G. Schubert | © Foto: Barbara Pálffy

R. Biltgen, G. Rizzo | © Foto: Barbara Pálffy

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M. Henselek, C. Himmelbauer | © Foto: Barbara Pálffy

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R. Biltgen, M. Henselek, G. Rizzo | © Foto: Barbara Pálffy

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G. Rizzo, M. Henselek | © Foto: Barbara Pálffy

Presse

Elisabeth Ritonja, European Cultural News, 23. April 2012

Von der Bier- auf die Schlachtbank

Veilingen, ein kleines Nest im Nirgendwo, verödet zusehends. Die heiß ersehnte Umfahrung hat dem Dorf die allerletzen Einnahmequellen in seinem Gasthaus genommen. Geblieben ist nichts als gute Luft und Langeweile. Und so sitzen die Veilinger sonntags auf Bierbänken vor ihren Humpen und lauschen den selbst komponierten Klängen der Lieder von „Elvis“, einem gescheiterten Zahnarzt.

Die Plaisieranstalt zu Gast im TAG in Wien

In VLAD, der derzeitigen Koproduktion der Plaisieranstalt mit dem TAG, gibt es jedoch ein probates Mittel, um die Langeweile zumindest im Theatersaal zu vertreiben: Musik. Die kommt aber nicht von Elvis, sondern wird bühnengerecht von allen performt, zu rockigen Klängen von Alexander Kaschte. Mit ihr wird die tiefschwarze Komödie von Raoul Biltgen in grelles Licht getaucht und die Botschaft hinter der Botschaft zumindest eine Zeit lang kaschiert.

Der Plot ist rasch erzählt: Jenni, die Dorfschöne, findet eines Morgens ihre beiden Kaninchen tot auf. Bald ist der Schuldige gefunden – das Muttersöhnchen Hansi – dessen Liebe sie verschmäht, aber dieser bestreitet vehement. Vielmehr legt er eine falsche Spur und bald glaubt das ganze Dorf, dass es sich um die Tat eines Vampirs gehandelt haben könnte. Rasch wir ein Vampirjäger engagiert, der sich jedoch als Niete herausstellt, ja ganz im Gegenteil statt den vermeintlichen Vampir zu vertreiben, erst einen richtigen anlockt. Und nun ist das Dorf in wahrer Aufruhr.

Was bis dahin als rockige Landoper, im Sinne eines Verschnittes des Rocky-Horror-Show, erschien, wandelt sich plötzlich in ein sozialkritisches Stück in dem die Gemeinschaft – inklusive Pfarrer – Jenni opfern will, nur um die eigene Haut zu retten. Mit Parolen wie „Veilingen darf nicht Rumänien werden“ oder „Bürgerwehr statt Blutsauger“ platziert Biltgen mehr als deutliche Zeitbezüge, die nicht überhört werden können. Subtil schleicht sich seine Gesellschaftskritik ins Geschehen, übertüncht von Klamauk und Rockklängen, so subtil, wie es das Böse und Niederträchtige auch im richtigen Leben tut. Und unversehens, von einem Augenblick auf den anderen, sind alle mitschuldig.

Eine Bombenbesetzung, Maya Henselek als Jennifer – kindisch-lasziv, Georg Schubert – wortgewaltig und mit Macherqualitäten ausgestattet, Christian Himmelbauer – schmierig liebesblöd, Erika Deutinger – mutterliebesblind und obrigkeitsgehorsam, sowie Raoul Biltgen und Giuseppe Rizzo in mehreren Rollen überzeugend, spielt vor dem filmisch- und computeranimiertem Hintergrund als gälte es, Preise für das beste Ensemble abzuräumen.

So locker und flockig der Abend über die Bühne geht – zum Schluss ist der bittere Geschmack des immergleichen Rudelverhaltens nicht mehr von der Zunge zu bekommen.


Thea, Theatania, 16. April 2012

V.L.A.D. oder Posse is back

„Die Posse wird von der Kritik in vieler Hinsicht verkannt und unterschätzt. Wie schwer es aber ist, diese „leichte“ Gattung zu p!egen und in ihr zu schaffen, beweist die Tatsache, daß es nur wenige wirkliche Meisterwerke in ihrem Bereiche gibt. Denn die Voraussetzungen dafür sind, neben eingehender Kenntnis des theaterpraktischen Apparats und überlegener Beherrschung des dramaturgischen Handwerks, ausgesprochen schöpferische Eigenschaften wie Geist, Einfall und Phantasie. Nur wenige Autoren haben diesen Forderungen genügt. Unter ihnen ist Johann Nestroy an bevorzugter Stelle zu nennen.“ Wilhelm Zentner im Nachwort zur Reclam-Ausgabe von „Der böse Geist Lumpazivagabundus“.

Jahrhunderte nach Nestroy ist die Wiener Theaterszene nun um eines dieser Meisterwerke, um einen dieser Autoren reicher. Raoul Biltgen gelingt mit VLAD ein bemerkenswertes Revival der Gattung Posse: klug und wortwitzig, ohne auf gesellschaftskritische Verweise zu vergessen. Der Theaterverein Plaisiranstalt unter Regisseur Sven Kaschte macht seinem Namen alle Ehre und sorgt für einen vergnüglichen Uraufführungs- Abend im Theater an der Gumpendorfer Straße.

VLAD widmet sich der ewigen Faszination für die Untoten und verarbeitet Vampir-Mythen und -Klischees vom „guten alten Bram“ bis zum gegenwärtigen Twilight-Hype. Hasen-Massaker, tiefe Einblicke in die eigentlich sensible Blutsauger-Seele und die obligatorische „die Wahrheit über Vampire“-Szene rund um Kruzifix, Weihwasser und Knoblauch inklusive.

Das Ensemble brilliert mit kraftvollem, extrovertiertem Spiel und actionreichen Kampfszenen. Besonders hervorzuheben: Maya Henselek in ihrer Rolle als tussig-prollige Wirtstochter, Guiseppe Rizzo wandlungsfähig zwischen Schafbauer Karli und Gustav I. Graf von Fromburg-Neubach (mit großartigem Vampir-Rock-Song!) und Raoul Biltgen ebenso in mehreren, „haarigen“ Rollen. Bei zahlreichen Gesangs- und Tanzeinlagen (Texte und Musik von Alexander Kaschte) haben die SchauspielerInnen außerdem ausreichend Gelegenheit, ihr musikalisches und choreografisches Können unter Beweis zu stellen.

So ist Posse zeitgemäß und ein absoluter Spaß mit Smash-Hit-Potenzial! Nicht fürchten, (Knoblauch gibt’s zur freien Entnahme beim Einlass) anschauen!


Martin Lhotzky, Falter, 16/2012

Untot, aber lustig: Spaß mit Vampiren

Zuerst erfindet man einen Vampirüberfall und lockt einen Vampirjäger ins Dorf, um dem dahinsterbenden Veilingen endlich Aufmerksamkeit zu verschaffen. Als dann aber ein waschechter („Weihwasser? Pah, ich bin Atheist!“) Blutsauger namens Gustav von Formburg-Neubach auf der Suche nach Artgenossen auftaucht, ist es wieder nicht recht. In der Musicalgroteske „Vlad“ von Raoul Biltgen, einer Koproduktion der Plaisiranstalt mit dem Tag, wird munter mit allerlei Vampir- und Twilight-Klischees gespielt, das Ensemble schlägt sich wacher, und es wird recht unterhaltsam (Knoblauch zur freien Entnahme!). Das groß angekündigte „Sing-along“ ist allerdings Etikettenschwindel: Es singen nur die Veilinger und der Vampir.


Markus Freiler, DieKleinkunst, 14. April 2012

TAG und Plaisiranstalt: VLAD

Plaisiranstalt ist ein couragiertes Schauspielerkollektiv, das laut Eigenprofil, „mit neuen Wegen der Umsetzung heiße Eisen anpacken und Tabus hinterfragen will“. Sie macht Theater, „wie sie es für richtig hält“. Schau’n wir mal, ob diese Posse diesen hohen Ansprüchen gerecht wird:

Der Inhalt des Stücks ist schnell erzählt. Das Dorf Veilingen befindet sich in Auflösung und damit auch der soziale Zusammenhalt. In der Anfangsszene befinden wir uns mitten auf der Hauptstraße des Dorfs Veilingen, bei der Dorfwirtin Hermine. Diese ausgefallene Location für einen „Biergarten“ ist nur deswegen möglich, weil durch eine Ortsumfahrung nix los ist in Veilingen. Das Dorf gleicht eher einer Geisterstadt, da es kaum mehr bewohnt ist. Die zentralen Gesprächsthemen drehen sich um so Kernthemen, ob es noch ein weiteres Bier sein soll, oder nicht. Insofern könnte man das Werk auch als VamBIERical bezeichnen. Der hoffnungslose Zustand des Orts lässt den letzten Großbauern Gottfried auf den Plan treten, um dem Dorf wieder Leben einzuhauchen. Er murkst heimlich die Kaninchen Dita und Shakira seiner Tochter Jennifer und das Lieblingsschaf Wolle von Karl, dem Feuerwehrmann, ab, und behauptet, sie seien Opfer von Vampirbissen. Unter Anleitung des Vampirjägers Hagen Van Helsing gelingt es, in Zeiten des Ausnahmezustands, das soziale Dorfgefüge wieder zu festigen. Als Hermines Sohn Hans jedoch den Schwindel aufdeckt und ein echter Vampir in Veilingen erscheint, ist es um die Moral der letzten Veilinger geschehen. Ja sogar vor Menschenopfern wird jetzt nicht zurückgeschreckt. Was aber ein gutes Theaterstück sein will, das nimmt am Ende eine überraschende Wendung, die ich hier natürlich nicht verraten will.

Anfänglich darf ich an diesem Samstagabend mein persönliches „Wickie, Slime und Paiper“ erleben: In meiner präpubertären Phase gab’s samstagabends nämlich immer Toastbrot mit Aromatwürze oder Knoblauchsalz und von meinen Eltern dazu als „Unterhaltung“ die Löwinger Bühne im Scharzweißröhrenfernseher verordnet. Ja! Stilistisch und vom Milieu, in welchem das Stück angesiedelt ist, erinnert es an diese vokstümliche Bühnen-Institution, erweitert um eingestreute „Couplets“. Auch inhaltlich und vom Schmähniveau sehe ich anfänglich Parallelitäten.

Zu den Musicaleinlagen ist zu sagen, dass diese durchaus Ohrwurmpotenzial besitzen, allerdings ist zu bedauern, dass man hier tontechnisch an die Grenzen stößt bzw. die Sangesleistungen von so manchem Mitglied eher als „sehr bemüht“ einzustufen sind. Ob aus den Songs wirklich ein Sing-along werden kann, wird sich weisen.

Womit aber das Stück von der ersten Szene weg punktet, sind die originellen Inszenierungseinfälle. Ein paar Schmankerln gefällig?

Das beginnt schon im Foyer des Theaters, wo Knoblauchknollen zur Vampirabwehr zur freien Entnahme zur Verfügung gestellt werden.

Gleich einem griechischen Klagechor, beweinen die Dorfbewohner mit einer Elegie („Wie viele Kühe/Schweine sollen wir noch dressieren…“) ihr ödes Dorfdasein, wobei Bierkrüge und der Kiesboden des Biergarten zur Perkussion eingesetzt werden.

Der Feuerwehrmann Karl mit klassischem Schnauzer in korrekter Uniform, aber mit weißen Tennissocken und Schlapfen besingt ebenfalls in einem Depressionslied, dass er eh nie zum Einsatz kommt.

Um einen bildhaften Eindruck beim Publikum zu hinterlassen werden die meisten Songs mit witzig bis makaberen Videoclips unterstützt, die im Hintergrund auf einer Leinwand ablaufen.

Beeindruckend und zugleich komisch sind auch die paramilitärischen Drills (zu „Rocky“-Filmmusik?), welche die VLAD* (Veilinger League Aganinst Deamons) als Vorbereitung auf die Vampirabwehr zu leisten haben. Jedes Training der Marines wirkt dagegen wie aktives Entspannen. Georg Schubert darf dabei wieder einmal mit eine parodistischen Pantomimeinlage, in diesem Falle auf Martial Arts, glänzen. *(Vlad ist übrigens auch der Name des transsilvanischen Woiwoden, dessen angeblichen Gräueltaten Bramstroker zu der Romanfigur des Draculas inspiriert haben sollen)

Hochwürden attackiert den Vampir mit einer Weihwasser befüllten Soaker, was allerdings keine Wirkung erzielt, weil der Blutsauger Atheist ist.

Als Huldigung auf Hedonismus und die dunkle Seite der Macht beglückt die transformierte Hermine aus dem Bauchladen das Publikum mit Kondomen, orgasmenversprechenden Energizern und Draculagebissen.

Dramaturgisch durchaus effektvoll ist der Tempowechsel gesetzt zwischen dem anfangs öden Dorfleben, und der ersten Peripetie, dem Morden der Haustiere – von da an wird das Stück so richtig turbulent! Was dem Werk allerdings anzulasten ist, dass ab und zu auf Kosten von vordergründiger Lustigkeit sozialkritische Ansprüche ins Hintertreffen geraten. Eine Ausgewogenheit zwischen diesen beiden Polen mag wohl den feinen Unterschied zwischen volkstümlichem Lustspiel und einer hinterfotzigen Posse ausmachen. So manches Drama von Felix Mitterer versteht dies in perfekter Weise zu vereinen.

Des Stückes Kern hat durchaus Substanz. So könnte man ja die Heimsuchung durch den Vampir als Gleichnis dafür sehen, wie es um den Zusammenhalt einer Gemeinschaft steht, wenn Bedrohung durch das Fremde besteht. Dass ein soziales Gefüge in Zeiten der Bedrohung zu Menschenopfern bereit ist, bzw. das komplette Dorf bereit ist, sein Leben zu geben, um zu „überleben“, ja, dies ist schon eine recht düstere Prophezeiung. Ein bisschen mehr (Knoblauch)schärfe in den Dialogen und in der dramaturgischen Wichtung, und die Plaisiranstalt „macht Theater, wie es DieKleinkunst für richtig hält“.

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